Liebe Leser*innen
Ich stehe weder Erziehern noch Tagespflegepersonen grundsätzlich negativ gegenüber.
> Nur dem ab wann, wie viel und wie nah, da bin ich sehr skeptisch.
schrillen bei mir als Mutter, Oma und Tagesmutter alle Alarmglocken, ob die Distanz noch gewahrt ist? Hier könnten auch Ängste von Erwachsenen eine Rolle spielen, denn Eltern könnten merken, dass sie eigentlich auch ohne Kita bzw. mit weniger davon glücklich sein können.
dass Eltern es in Ordnung finden, ihre Kinder, die nach ihnen brüllen, trotzdem an der Pforte des Kindergartens abzugeben?
Als Tagesmutter habe ich gelernt, dass zu den betreuenden Kindern eine professionelle Distanz zu halten ist, so dass die Kinder jeder Zeit wieder an die Eltern abgegeben werden können, ohne dass mir selbst damit ein Problem entsteht.
Zum Glück hat sich der Begriff "Tante oder Onkel" für eine fremd betreuende Person ausgeschlichen, da Erzieher*innen im Regelfall keine Familienmitglieder sind und das auch nicht werden sollen.Leider geht der Trend, meiner Sichtweise nach, nicht in die Richtung.
So manche Eltern, sind mit der plötzlich "extremer" Nähe zu ihrem Nachwuchs überfordert, ob alleinerziehend oder nicht. Es soll sogar ein Anstieg an Gewalt gegen Kinder zu verzeichnen sein.
Wir alle neigen dazu, uns sofort zu entrüsten. Keine Frage, dass es keinen Lob dafür hageln soll, doch schieben wir die Schuldzuweisungen mal einen Moment zur Seite und fragen nach:
Gewalt hat nichts mit Armut oder Reichtum zu tun. Das zieht sich durch alle Schichten und beschäftigen wir uns mit der Geschichte der Menschheit, zieht sie sich auch durch alle Zeiten.
In einer Zeit, da es keine helfenden Technologien gab, die Wäsche und Geschirr gewaschen und getrocknet haben, blieb den "einfachen" Leuten nichts anderes übrig, als zu schuften. Heute, mit all den Annehmlichkeiten, wissen scheinbar die Wenigsten etwas wirklich Sinnvolles mit sich und ihrer Freizeit anzufangen, geschweige denn mit ihren Kindern.
Es hat sich etabliert Kinder am liebsten zum Stillsitzen und Schweigen zu bringen und sie den Einrichtungen zu überlassen, weil gedacht wird: Zwei Stunden im Stau stehen, für einen Job der 200 € mehr bringt, das sei Pflicht und
Schuldigkeit dem Staat gegenüber. Der Preis dafür ist, dass die Nähe zu den Menschen verloren geht, die am Nächsten
stehen. Und das ist, was die Situation gerade spiegelt.
Jetzt ist die Chance gegeben, dass Familien sich wieder näher kommen. Dass ein jeder sich mit den Macken des Partners auseinandersetzt, statt sich beim Auftauchen einer Herausforderung gleich dem nächsten Partner an den Hals zu werfen, um bald darauf festzustellen, das ist's auch nicht.
die ihr eigene Familien habt. Jetzt könnt ihr all euer Wissen dort anwenden und mit gutem Beispiel vorangehen.
ohne pädagogische Ausbildung. Lasst euch nicht einreden, dass eure Arbeit mit euren eigenen Kindern zu Hause "Nichts" wert ist, nur weil sie nicht versicherungspflichtig vergütet wird!
denn gleich muss ich los, in die Kita, zu meinen Tageskindern.
Passt gut auf euch und auf eure Kinder auf!
Alles Liebe
Eure Jane
dass ihr vorbeigeschaut habt :-)
© Jane Winkler > 1a sozial <> Oktober 2018 | Letzte Aktualisierung: 3. Juni 2024 | Impressum - Datenschutzerklärung