Liebe Leser*innen
von der ersten Veranstaltung, zu der ich fuhr.
Obwohl ich schon über 33 Jahre im Ländle wohne, fahre ich heute zum ersten mal auf den Wasen. Die eine Station vom Hbf Stuttgart nach Bad Cannstatt, brachte mich schon mit bester weiblicher Gesellschaft zusammen.
Leider erfahre ich hier auch von dem Anschlag, in der Nacht, auf einen LKW. Die Beschallung wurde in Brand gesteckt. :'-(
Am Ausgang der S-Bahn, wacht bereits die Polizei. Ebenso am Eingang zum Wasen. Dort haben sich auch die Linke und die Stiftung zum Verteilen von Flyern platziert.
Ich bin eine Stunde vor dem eigentlichen Beginn anwesend und das ist gut so, wie sich noch herausstellt.
Der Raum des Geländes, der für die Veranstaltung genutzt werden darf ist durch eine Absperrung gekennzeichnet.
Vor der Absperrung stehen, wie auf eine Schnur gezogen, maskierte junge Leute. Auf Nachfrage erfahre ich, dass es sich um die Antifa handelt. Ich nehme ihr Infoblatt entgegen und diskutiere mit ihnen, alles sehr manierlich.
Ich werde gewarnt, dass schon Leute gesichtet wurden, die mit dem Hitlergruß provozieren, lasse mich jedoch nicht darauf ein, bei ihnen zu bleiben, da ich mir ein eigenes Bild der gesamten Mahnwache machen will.
Innerhalb der Veranstaltungszone ist eine Stimmung, als würde eine Party gefeiert. Der Rhythmus von Trommeln zieht immer und überall die Leute in den Bann.
Der Veranstalter begrüßt alle Anwesenden und verliest die Auflagen und Regeln. Es wird auch auf die Ordner, in den orangefarbenen Westen, aufmerksam gemacht, die u. a. für die Einhaltung der Abstandsregeln sorgen sollen.
Die Abstandsregeln werden weitestgehend eingehalten. Es sind X auf den Boden gemalt, wo sich niedergelassen werden darf. Hier und da sind sogar Meterstäbe verlegt ;-) Vermisst habe ich allerdings die "deutschen Handtücher" *Spaß!
wird niemand mehr hinter die Absperrung gelassen. Es heißt wortwörtlich: Wir sind voll!
Der Veranstalter rät allen, auf der Straße oberhalb des Geländes, eine Spontanversammlung zu bilden.
Wie die Liste unten mit dem gesammelten Infomaterial zeigt, kommen die Menschen aus unterschiedlichen Gründen.
Allen zusammen, einschließlich der geladenen Gäste, die ihre Anliegen auf der Bühne vortragen, ist es ein Bedürfnis kund zu tun, dass die Maßnahmen dieser "Viruswelle" für überzogen gehalten werden.
Bei dem Rhythmus der Musik kann ich nur schwerlich an einem Platz sitzen oder stehen. Ich drehe eine langsame Runde und noch eine ... , mal in die eine, dann in die andere Richtung und fühle mich ungemein wohl bei den vielen unterschiedlich Gesinnten, die alle nebeneinander friedlich existieren.
Nebenher erwähnt: So aufmerksam ich durch die Masse ziehe, sehe ich nirgends einen Hitlergruß und auch sonst höre ich keine Provokation aus der Richtung.
Eine Stunde früher gekommen und eine Stunde vor Schluss den offiziellen Raum verlassen.
Am Ausgang diskutieren Jugendliche mit den Polizisten, warum sie nicht für die Leute auf das Gelände dürfen, die es schon verlassen haben. Spontan ;-) versammele ich mich noch für ein Weilchen mit den Zuschauern auf der Mercedes Straße.
Der Perspektivenwechsel ist besonders eindrücklich. Von hier oben ist zu sehen, für wie viel Menschen das Gelände tatsächlich Platz bietet.
Wir Fahrgäste werden nicht nur aufgefordert daran zu denken, die Mund- und Nasenbedeckung zu tragen, wir bekommen sogar den Hinweis, dass womöglich Polizei zur Kontrolle zusteigen würde. Und wir werden daran erinnert, dass wir uns auch die Hände waschen sollten!
Ups, nur wie denn? Die Toilette in dem Zug ist leider defekt ^^
Das ist in etwa die Reihenfolge (Die Aufzählung entspricht keiner Beliebtheitsskala meinerseits ;-)
Alles Liebe, haltet euch fit an Leib und Seele
Eure Jane
doch zwischenzeitlich hat Querdenken eine eigene Plattform geschaffen.
querdenken-711.de/Demonstrationen 16.05.2020/Cannstatter Wasen Stuttgart
dass ihr vorbeigeschaut habt :-)
© Jane Winkler > 1a sozial <> Oktober 2018 | Letzte Aktualisierung: 3. Juni 2024 | Impressum - Datenschutzerklärung